Neubau

Der BlowerDoor Test kann bereits im Bauzustand eines Neubaus als Qualitätsprüfung durchgeführt werden. Dadurch kann ermittelt werden, ob beispielsweise der luftdichte Anschluss der Fenster oder des Dachs richtig ausgeführt sind.

Altbau

Im Altbau ist eine Luftdichteitsprüfung schon in der Planungsphase zu empfehlen. Angenommen, Sie als Eigentümer möchten wissen, ob die Luftdichtheitsebene der verbauten Dachdämmung intakt ist oder ob im Rahmen einer Dachsanierung Maßnahmen zur Nachbesserung vorgenommen werden müssen, um Feuchteschäden zu umgehen.

Was wird gemacht?

Der BlowerDoor Test ist ein Differenzdruck-Messverfahren, bei dem ermittelt wird, wie hoch die Wechselrate der Luft bei 50 Pascal Luftdruckdifferenz zwischen innen und außen in einem Gebäude, bei geschlossenen Fenstern und Türen ist. Dabei wird ein eigens dafür konstruierter Ventilator, der mit einer luftundurchlässigen Plane umgeben ist, in eine Türöffnung eingesetzt.

BlowerDoor Test Schritt 1:

Der Ventilator erzeugt einen konstanten Unterdruck im ganzen Gebäude, indem er Luft aus dem Haus saugt. Jetzt können  alle undichten Bereiche mittels Luftgeschwindigkeits- messgerät, künstlichem Rauch oder einer Infrarotkamera ermittelt und dokumentiert werden.

BlowerDoor Test Schritt 2:

Über den Ventilator wird der Unterdruck schrittweise aufgebaut. Dabei wird gemessen, wie schnell die Luft durch mögliche Leckagen in das Haus dringt. Hierbei sprechen wir von der so genannten Luftwechselrate.

BlowerDoor Test Schritt 3:

Über den Ventilator wird jetzt Luft in das Gebäude hineingeblasen. Dadurch entsteht ein Überdruck. Auch hier wird die Luftwechselrate schrittweise gemessen und vom Messsystem aufgezeichnet.

Aus der abgeschlossenen Messung resultiert eine durchschnittliche Luftwechselrate pro Stunde. Über die nun ermittelte Luftwechselrate, können wir die Gesamtleckage der Gebäudehülle abschätzen.

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Vor dem Test werden Angaben über die Bezugsgrößen des Hauses benötigt. Stellen Sie uns daher noch beim Vorgespräch den Energieausweis, Pläne oder Bauzeichnungen des zu untersuchenden Objektes zur Verfügung. Aus diesen Unterlagen ermitteln wir die Netto-Grundfläche und das Luftvolumen des Gebäudes.

Am Tag der Luftdichtheitsprüfung werden alle Öffnungen wie z.B.  Abflüsse ohne Siphon, Leerrohre, Bodenöffnungen, Kaminöffnungen, Wanddurchführungen usw. von unserem Techniker temporär verschlossen.

Vorteile eines nahezu dichten Hauses

  • Vermeidung von Schimmel und Bauschäden
    Undichte Stellen in der Gebäudehülle fördern die Entstehung von Kondenswasser, die Durchfeuchtung von Dämmschichten und somit Bildung von Feuchteschäden und Schimmel.
  • Vermeidung von Wärmeverlusten
    Durch undichte Stellen in der Gebäudehülle gelangt Heizenergie ungenutzt in die Umwelt. Ist das Gebäude dicht, bleibt die Wärme im Haus – das reduziert die jährlichen Heizkosten erheblich.
  • Vermeidung von Zugluft
    Undichte Stellen in der Gebäudehülle sorgen für die Einschränkung des Wohnkomforts.

Erläuterung der Grenzwerte

Bei einer BlowerDoor Messung nach DIN EN 13829 für die Energieeinsparverordnung (EnEV) dürfen folgende Werte der Luftwechselrate bei 50 Pascal dürfen nicht überschritten werden:

Gebäude Ohne Raumlufttechnische Anlagen: 
→ n50 Wert: ≤ 3,0 (1/h)
Gebäude mit Raumlufttechnischen Anlagen:
→ n50 Wert: ≤ 1,5 (1/h)

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!